Komfort und Sicherheit

In der Literatur und im Kino war der Traum einer vollautomatischen Wohnung schon vor Jahrzehnten real. Das beliebte Bild, dass man nur einen Wunsch laut ausprechen musste, um beispielsweise den Herd zu veranlassen, Mahlzeiten zu kochen, sorgte bei mancher überarbeiteten Hausfrau für Lachanfälle. Die Technik hat seit diesen Tagen immense Fortschritte gemacht; wer ganz ehrlich ist und sich informiert, erkennt schnell: allzu weit sind wir nicht mehr davon entfernt, mit unserer Kaffeemaschine zu sprechen…

Möglich wird eine Kommunikation – wenn auch nicht im Sinne eines erbaulichen Gespräches – mit dem Eigenheim oder der Wohnung durch das Internet. Eingebettete Prozessoren teilen uns mit, in welchem Zustand sich beispielsweise elektrische Geräte befinden. Ist die Waschmaschine defekt, läuft Wasser aus? Hat ein Stromausfall die Kühltruhe außer Betrieb gesetzt und taut die Nahrung auf? Bezeichnenderweise laufen alle diese Meldungen in der zentralen Steuereinheit einer Alarmanlage zusammen.

Komfort und Sicherheit

Man verbindet den Begriff „Alarmanlage“ in erster Linie mit einer Vorrichtung, um Diebe und Einbrecher abzuschrecken bzw. Haus und Wohnung zu schützen. Durch akustische Signale wie Sirenen sowie optische Hilfsmittel (Kameras und Bewegungsmelder) soll erreicht werden, dass im Falle einer Gefahr Mitmenschen reagieren. Natürlich ist und bleibt das auch der Zweck eines solchen Systems. Moderne Alarmanlagen können jedoch noch mehr. Sie steuern das ganze Haus und unterstützen die Einwohner.

Ein Rundgang um ein Wohngebäude soll erklären, wie eine Alarmanlage eingesetzt werden kann.

Der Außenbereich

Besitzer eines Eigenheimes legen natürlich Wert auf einen Garten. Ob man ihn als Nutzfläche anlegt und dort sein Gemüse züchtet oder ihn zur Entspannung verwendet: der durch Hecken und Bäume gewährte Sichtschutz dient Einbrechern als willkommene Tarnung. Ein Bewegungsmelder unterbindet diese Absicht. Tritt eine Person in die überwachte Zone, werden Strahler und andere Leuchtmittel angeschaltet.

Eine schöne Terrasse gehört ebenfalls dazu. Natürlich liegt sie vor neugierigen Blicken geschützt hinter dem Haus. Einbrecher, die ja bekanntlich kein Publikum zu schätzen wissen, können in aller Ruhe versuchen, die Tür aufzuhebeln. Sensoren, die in den Rahmen eingebaut sind, melden sich sofort, sobald sie Manipulationen erkennen.

Die Garage sollte nie ungesichert bleiben. Veraltete Antriebe sind leicht zu überwinden; ist das Fahrzeug dann nicht abgeschlossen, langen Sekunden, um es zu stehlen. Diesen Ärger kann man sich sparen. Das System sorgt dafür, dass das Tor jederzeit fest verriegelt ist.

Innenbereich

Sobald die Alarmanlage mit Funk vom Profi in Betrieb genommen wurde, können leicht zusätzliche Module integriert werden.

Der Klassiker unter Brandursachen ist das vergessene Bügeleisen. Es langen wenige Minuten, um ein Feuer in Gang zu setzen. Wenn dann keine Rauchmelder anschlagen, bleiben vom Haus nur noch rauchende Trümmer. Da liegt es nahe, den Strom automatisch unterbrechen zu lassen, sobald man das Haus verlässt. Der zentralen Steuereinheit kann befohlen werden, einzelne Steckdosen auszuschalten.

Rollläden schützen vor Blicken. Im Sommer halten sie die Hitze fern, im Winter verhindern sie ein Auskühlen. Bei einem Notfall kann ein Rollo aber zur tödlichen Falle werden (wie Türen und Fenster übrigens auch!). Es muss gewährleistet sein, dass Fluchtwege sofort passierbar werden. Erhält die Hauszentrale solch eine Information, entriegelt sie sämtliche Sperren.

Steuerung per Handsender oder Smartphone

Ob von innen oder außen: der Besitzer muss jederzeit in der Lage sein, auf das System zugreifen zu können. Die Funktechnologie macht es möglich – per SMS oder E-Mail wird man darüber informiert, dass ein Eingreifen notwendig ist. Dabei spielt es keine Rolle, wo man sich befindet. Die Anlage kann auch aus dem Urlaub – sprich dem Ausland – erreicht werden. Da man bis zu vier weitere Personen als Nachrichtenempfänger anmelden kann (dazu sollten logischerweise Wachdienste zählen), ist eine persönliche Anwesenheit oft nicht notwendig.

Der Einbau dieser einzelnen Module ist übrigens nicht mit Lärm und Dreck verbunden!